Konzept

Die Künstlergruppe »Der Kreis« veranstaltet im Nürnberger Reichswald ein Internationales Künstlersymposium vom 6. bis 20. August. Neben elf Nürnberger Künstlern sind neun internationale Gäste eingeladen, um gemeinsam 14 Tage im Wald zu verbringen.

The artist’s group »Der Kreis« organises an international artist’s symposium from the 6th to the 20th of August in the »Nürnberger Reichswald« wood. Beside eleven Nuremberg artists nine international guests are invited to spend together 14 days in the wood.


Künstlersymposium  – Waldprojekt: 37°

Anfang August 2010 werden zwei Wochen lang Künstler der Gruppe “Der KREIS” mit geladenen internationalen Gästen zu einem situativen und ortsbezogenen Kunstprojekt im Nürnberger Schmausenbuck zusammentreffen. Das Waldstück befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Tiergarten und zur Akademie der Bildenden Künste. Es ist ein vielseitig genutztes Areal für unterschiedlichste Freizeitaktivitäten, Trinkwasserspeicher und Naherholungsgebiet für Nürnberg.

37° ist unsere Körpertemperatur. In 37° warmem Wasser fühlt man sich wohl. 37° verbinden wir, aufgrund pränataler Erfahrung, mit Wärme und Geborgenheit. 37° ist optimal zum Kuscheln. 37° ist zum Synonym für ein angenehmes, beschauliches Leben geworden. Aber auch zum Ueberleben muss die Körpertemperatur von 37° erhalten werden. Um diese Temperatur zu halten, entwickelte der Mensch im Laufe der Geschichte Techniken wie den Bau von Behausungen, Domestizierung von Tieren zur Fleisch- und Fellgewinnung, Nutzung von Feuer etc. Im Waldprojekt 37° wird die Beziehung Mensch-Natur gerade auch in Form von Ueberlebens- und Wohlfühlstrategien mit künstlerischen Mitteln neu bearbeitet. Der Wald als Gegenstück zur urbanisierten Welt bildet dazu den optimalen Ort, die Grundfragen dieser Strategien neu zu stellen. Die Form eines zweiwöchigen Symposiums an diesem Ort schafft die Möglichkeit, sich damit grundlegend auseinanderzusetzen. Die Einbeziehung internationaler Künstler erweitert diese Auseinandersetzung vor dem Hintergrund kultureller Unterschiede.

Während des Symposiums können interessierte Besucher und zufällige Waldspaziergänger mit den vor Ort arbeitenden Künstlern ins Gespräch kommen. Besuchern die regelmäßig vorbei kommen, bietet sich die Möglichkeit, das Entstehen und Vergehen der unterschiedlichen Arbeiten zu beobachten. Zentrum und Treffpunkt des Symposiums ist das Waldwichtelhaus, das Gelände eines Waldkindergartens, das ca. 1,5 km im Wald an der Forststrasse (Schmausenbuckstrasse 188) liegt.

Das Projekt wird medial im Internet Presse begleitet werden und anschließend in einer Ausstellung ab dem 27. Oktober 2010, im N-ERGIE Centrum, Südliche Fürther Str. 14, 90429 zu sehen.

artist symposium – forest poject 37°

37° is the temperature of our bodies. We feel comfortable in water that is 37° warm. Because of prenatal experience, 37° is a temperature that we associate with  warmth and security. 37° is the optimal snuggle temperature. 37° has become the synonym for a pleasant, tranquil life. For it to survive, the body must be kept at a temperature of 37°.

To maintain this temperature, mankind has developed techniques such as house-building, the domestication of animals for meat and fur, the use of fire etc.

In the Forest Project 37° the relationship mankind/nature, particularly in the form of strategies for survival and comfort, is dealt with in a new way using artistic means.

The forest as a contrast to the urbanised world is also the optimal environment  for re-asking the basic questions of these strategies. The form of a two-week symposium at this location creates the possibility of looking into this in depth. The involvement of international artists broadens the debate before a backdrop of cultural differences.

During the symposium, interested visitors and those chancing to walk in the forest will have the opportunity of talking to the artists at work here. Regular visitors have the possibility of watching “the rise and fall” of the various artworks.

The centre and meeting point of the symposium is the Waldwichtelhaus, the grounds of a forest kindergarten, that lies approx. 1.5 km into the forest along the forest track (Schmausenbuckstrasse 188).

The project is being accompanied in the media by the Internet press, and then in October 2010 there will be an exhibition in the hall of the N-ERGIE with details in a corresponding catalogue.

Foto: Pirko Julia Schröder

die Ersten sind gekommen, hier Eung-Woo aus Korea, in der Mitte ich und links unsere finnische Waldexpertin Sylvia Javen.

3 Antworten auf Konzept

  1. Doris Kabutke sagt:

    Hallo, KreiserInnen!
    War heute mit meiner Freundin bei Euch im Wald! Hat mir gut gefallen! (Wetter, naja…). Haben aber leider »nur« den Koreaner getroffen, war ein gutes Gespräch über seine Kunst! (Hätten gerne bei nem Tässchen Kaffe mit Euch geplaudert, aber der Wald war wie ausgestorben… ) Schade, dass wir trotz grüner Pfeile nicht alles gefunden haben. Wäre so schönes Gebiet – habe Lust bekommen mitzu machen! Macht Ihr so ein Symposion nächstes Jahr auch wieder? Würde, wenn möglich, ehrlich gerne mit arbeiten. Bin Naturanbeterin. Thomas und Pirko kennen mich (Akademie beim Reuter 89-94).
    Könnt Ihr den Weg vielleicht besser markieren? Ich stelle es mir auch schwierig vor für »normale« Menschen alles zu verstehen oder zu finden. Wenn ich nicht irgendwoher Euren Flyer gehabt hätte, wär ich nie auf die Idee gekommen Euch zu suchen! Aber es hat ja geklappt! Besonders gut haben mir die kleinen Ästchen in den Felsen, die leuchtenden Giftpilze, der eingebundene (verletzte) Baum und die Natur-Kulturspirale vom Koreaner gefallen! Bleiben die Objekte als Zeichen der Vergänglichkeit?

    Liebe Grüße und noch viel Power für die Resttage an Eurer Aktion! Eure Doris Kabutke

  2. wolf engelhardt sagt:

    Liebe Leute ich hätte gern gewusst:
    Welcher indische Künstler war im Wald dabei?

    Stimmt es, dass nun ein Projekt in Indien stattfindet? Kann ich erfahren wo udn wer aus Nbg. dort ist?
    Bin selbst in Indien udn interessiwert.

    Danke Wolf Engelhardt

  3. Thomas May sagt:

    Lieber Wolf Engelhardt,

    tut mir Leid das ich erst jetzt antworte, ich war länger nicht mehr auf der Administratoren Seite, wo ich den Kommentar entdeckt habe.

    Der indische Künstler heißt Chintan Upadhyay, und in der tat wir denken darüber nach in Rajastan ein Interventions Projekt in einem kleinen Dorf zu machen,
    Grüße

    Thomas May

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